Sehr geehrte Frau Kollegin! 
Sehr geehrter Herr Kollege!

Sie interessieren sich für eine Ausbildung zum Akupunkturtherapeuten? In den von der B.Ä.F.A.S. angebotenen Kursen soll die klassische Akupunktur in kleinen Gruppen bis zu 25 Personen erlernt und praktisch ausprobiert werden.

Richtlinien zum Erwerb der Zusatzbezeichnung:

nach dem Beschluss der Bundesärztekammer vom 20. Januar 2006.

Die Zusatz-Weiterbildung Akupunktur umfasst in Ergänzung zu einer Fachkompetenz die therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen über definierte Punkte und Areale der Körperoberfläche durch Akupunkturtechniken, für die eine Wirksamkeit nachgewiesen ist.

Vorraussetzungen zum Erwerb der Zusatzbezeichnung:

I  ► Die Facharztanerkennung ◄

II  Die Weiterbildungsordnung fordert einen Umfang von insgesamt 200 Stunden,
     der sich gliedert in:

120-stündige Kursweiterbildung

Hierin sind die theoretischen Grundlagen und die praktischen Übungen zur Nadeltechnik und Lokalisation der aufgeführten Punkte enthalten.
Die praktischen Übungen werden in Kleingruppen unter Anleitung von Dozenten vorgenommen.

Die in den Kursblöcken aufgezählten Akupunkturpunkte sind prüfungsrelevant.

·         60 Stunden praktische Akupunkturbehandlungen am Patienten durch die Kursteilnehmer persönlich mit Supervision durch den Weiterbildungsbefugten.

·         20 Stunden Fallseminare in mindestens 5 Sitzungen innerhalb von mindestens 24 Monaten. Darstellung selbst behandelter Patienten mit Symptomen, Untersuchungsbefund, Behandlungsplan und Symptomänderung.

Die Weiterbildung wird mit einer Abschlussprüfung vor der Ärztekammer abgeschlossen.

Die genannten Lernziele und Lerninhalte stellen einen Rahmen für die Kursleiter dar. Innerhalb des Rahmens können die Schwerpunkte der einzelnen Kurse bei Beibehaltung des Grundschemas variiert werden. Insofern ist die Reihenfolge in der Ableistung der Kurse A-E nicht bindend vorgegeben. Die Kursblöcke A-E sind weiter unterteilbar in je 3 x 8 Unterrichtseinheiten.

 

Alle Kurse finden zu folgenden Zeiten statt: 

  • Samstag von 9 - 16:30 Uhr

Tagungsort:

Hotel Ibis Bremen Zentrum, Rembertiring 51, 28203 Bremen, Tel. 04 21/3 69 70
Anfahrtsbeschreibung

Kosten: 
Mitglieder:  150,--  EURO pro Kurs, 130,-- EURO arbeitslose Ärztinnen/Ärzte, Student(innen), Kolleg(innen) im Erziehungsurlaub

Nichtmitglieder: 175,--  EURO pro Kurs, 150,-- EURO arbeitslose Ärztinnen/Ärzte, Student(innen), Kolleg(innen) im Erziehungsurlaub

Fallseminare: 75,-- EURO pro Fallseminar
 

Kursprogramm 2017

Block A, B, C, D, E (mindestens 120 Stunden)

 

 

Jan. 

Feb.

März

April

Mai

Juni

Juli

Aug.

Sep.

Okt.

Nov.

Dez.

Block

A

A 1

Termine auf Anfrage

A 2

 

A 3

Block

B

B 1

B 2

B 3

 

 

 

 

 

 

Block

C

C 1

 

C 2

 

 

C 3

 

Block

D

D 1

 

 

D 2

 

 

D 3

 

 

Block

E

E 1

 

 

 

E 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

E 3

 

 


Kurze Übersicht über den Ausbildungsaufbau

Grundausbildung: Blöcke A-E

 

A   Inhalt

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Akupunktur
  • Vorstellung akupunkturrelevanter Grundlagen der TCM
  • Durchführung der Akupunkturbehandlung

24 UE

B   Inhalt

  • Systematik der Organsysteme des ventralen Umlaufes, das Konzeptionsgefäß, deren Akupunkturpunkte,
  • Übung der Behandlung

24 UE

C   Inhalt

  • Systematik der Organsysteme des dorsalen Umlaufes, das Lenkergefäß, deren Akupunkturpunkte,
  • Übung der Behandlung

 

24 UE

D   Inhalt

  • Systematik der Organsysteme des lateralen Umlaufes, deren Akupunkturpunkte, Extrapunkte,
  • Übung der Behandlung

 

 

24 UE

E   Inhalt

  • Behandlungskonzepte incl. Ohrakupunktur/Mikrosysteme

24 UE

 

Nach Absolvierung der Grundausbildung:

 

Jan

Feb

Termine auf AnfrageMärz

Apr

Mai

Juni

Juli

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Block F

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Block G

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F   Inhalt

  • Praktische Akupunkturbehandlungen

60 UE

G   Inhalt

  • Fallseminare

20 UE

 

 

Kursinhalte:

entsprechend der Blöcke A - G

    Grundlagen der Körperakupunktur (24 UE)

 

Vorstellung wissenschaftlicher und akupunkturrelevanter Grundlagen der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM)

  • Einführung in die Akupunktur
  • Medizinhistorischen Grundlagen
  • Neurophysiologische und humorale Grundlagen und klinische Forschungsergebnisse
  • Physiologische Grundlagen (humorale, periphere, zentrale Mechanismen), Wirkung auf endogenes Opioidsystem, nichtopioide Neurotransmitter
  • Anatomische Grundlagen, mindestens Gefäß-Nervenbündel, Faszienketten, Muskelfunktionsketten
  • Klinische Forschungen, Grundlagenforschung, Placeboforschung
  • Qualitätsstandards in Forschung, Klinik und Praxis
  • Traditionelle Konzepte der Chinesischen Medizin, 8 Leitkriterien (Bagang), pathogene Faktoren, Theorie der Funktionskreise
     

 

Durchführung der Akupunkturbehandlung

  • Indikationsstellung und Einbindung der Akupunktur in Behandlungskonzepte
  • Indikationsstellung, Kontraindikationen, unerwünschte Wirkungen der Akupunktur, Aufklärung des Patienten, Dokumentation und Qualitätsmanagement
  • Praxis der Akupunkturbehandlung (Standards für Organisation, Lagerung, Praxisausstattung), Behandlungsdauer, Behandlungsfrequenz, Behandlungsverläufe
  • Vergleich westlicher (morphologischer) und akupunkturspezifischer (funktioneller) Diagnostik
  • Stichtechniken und ergänzende Stimulationsverfahren
  • Punktlokalisation am Körper nach anatomischen Leitstrukturen, Druckdolenz, Proportionalmaß (cun)
  • einfache Stichtechniken und Stimulationsverfahren, Moxibustion und Schröpfen
  • Entwicklung einfacher Behandlungskonzepte

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B        Systematik der Organsysteme des ventralen Umlaufes, das Konzeptionsgefäß, deren Akupunkturpunkte,
           Übung der Behandlung (24 UE)

 

  • Leitbahnumlauf, Leitbahnachsen, Konzeptionsgefäß
  • Steuerungspunkte dieses Umlaufes (mindestens Sedierungs- und Tonisierungspunkte, Yuan, dorsale Shu-Punkte, ventrale Mu-Punkte, untere einflussreiche Punkte, Meister-Punkte, Einschaltpunkte)
  • Lungenleitbahn zumindest mit den Punkten 1, 5, 7, 9
  • Dickdarmleitbahn zumindest mit den Punkten 4, 10, 11, 15, 20
  • Magenleitbahn zumindest mit den Punkten 2, 6, 8, 25, 34, 35, 36, 37, 38, 40, 44
  • Milzleitbahn zumindest mit den Punkten 3, 4, 6, 9, 10
  • Konzeptionsgefäß (Ren Mai) zumindest mit den Punkten 3, 4, 5, 6, 12, 17
  • praktische Demonstration durch den Kursleiter, gegenseitige Übungen der Kursteilnehmer

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C       Systematik der Organsysteme des dorsalen Umlaufes, das Lenkergefäß, deren Akupunkturpunkte,
          Übung der Behandlung (24 UE)

 

  • Leitbahnenumlauf, Leitbahnenachsen, Lenkergefäß
  • Steuerungspunkte dieses Umlaufes (mindestens Sedierungs- und Tonisierungspunkte, Yuan, dorsale Shu-Punkte, ventrale Mu-Punkte, untere einflussreiche Punkte, Meisterpunkte, Einschaltpunkte)
  • Herzleitbahn zumindest mit den Punkten 3, 7, 9
  • Dünndarm zumindest mit den Punkten 3, 6, 9, 10, 11, 18, 19
  • Blasenleitbahn zumindest mit den Punkten 2, 10, 11, 13, 15, 18, 20, 21, 23, 27, 28, 30, 32, 40, 43, 60, 62, 67
  • Nierenleitbahn zumindest mit den Punkten 1, 3, 6, 7
  • Lenkergefäß (Du Mai) zumindest mit den Punkten 4, 8, 14, 15, 16, 20, 26
  • praktische Demonstrationen durch den Kursleiter, gegenseitige Übungen der Kursteilnehmer
  • Einfache Schmerzerkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems, mindestens HWS-, BWS- und LWS-Syndrom, Schmerzen der Gelenke

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D        Systematik der Organsysteme des lateralen  Umlaufes, deren Akupunkturpunkte, Extrapunkte,
           Übung der Behandlung (24 UE)

 

  • Leitbahnumlauf, Leitbahnachsen, Extrapunkte
  • Steuerungspunkte dieses Umlaufes, (mindestens Sedierungs- und Tonisierungspunkte, Yuan, dorsale Shu-Punkte, ventrale Mu-Punkte, untere einflussreiche Punkte, Meister-Punkte, Einschaltpunkte)
  • Perikardleitbahn zumindest mit den Punkten 3, 6, 7
  • Dreierwärmerleitbahn zumindest mit den Punkten 3, 5, 14, 17, 21, 23
  • Gallenblasenleitbahn zumindest mit den Punkten 2, 8, 20, 21, 30, 34, 39, 41
  • Leberleitbahn zumindest mit den Punkten 2, 3, 8, 13, 14
  • Extrapunkte, zumindest Ex-KH 1, 3, 5, EX-R 1, 2, 8,, Ex-BF 1, 5, 10, 11
  • praktische Demonstration durch den Kursleiter, gegenseitige Übungen der Kursteilnehmer
  • Kopf- und Gesichtsschmerz, mindestens Spannungskopfschmerz, Migräne, Trigeminusneuralgie

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E         Behandlungskonzepte

1.

Ohrakupunktur und Einführung in andere Mikrosysteme bzw. Somatotopien

 

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Ohrakupunktur und eines anderen Mikrosystems, geschichtlicher Überblick
  • Anatomie, Innervation, Studienlage, konzeptionelle Grundlagen von Mikrosystemen
  • Indikationen, Kontraindikationen, unerwünschte Wirkungen der Ohrakupunktur und anderer Mikrosysteme
  • Ohrmuschelkartographie, Systematik der Projektionszonen und Punkte (evtl.. auch anderer Mikrosysteme)
  • Techniken der Punktlokalisation am Ohr oder einem anderen Mikrosystem nach Druckdolenz
  • Nadelmaterial, Stichtechniken
  • Projektionen des Stütz- und Bewegungssystems
  • Projektionen der inneren Organe
  • Topographische Lage weiterer charakteristischer Punkte/Korrespondenzpunkte
  • Einzelne wichtige Punkte: Korrespondenzpunkte Auge, innere Nase, Stirn (33), Hinterhaupt (29), Oberkiefer/Unterkiefer, Mund-Gaumen; Uterus, Ovar; charakteristische Punkte Shenmen (55) Thalamus (26a), Analgesiepunkt, Allergiepunkt, Thymus, Interferon; Vegetativpunkte: Veg. I, Veg. II, Wetterpunkte, Jérôme (29b), psychotrope Punkte 1-4, Omega-Hauptpunkt, Nullpunkt (82)
  • Therapiekonzepte in Kombination mit der Körperakupunktur
     

2.

Integrierte Behandlungskonzepte

 

  • Kopf- und Gesichtsschmerz, mindestens Spannungskopfschmerz, Migräne, Trigeminusneuralgie
  • Einfache Schmerzerkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems, mindestens HWS-, BWS- und LWS-Syndrom, Schmerzen der Gelenke
  • Chronische Schmerzkrankheiten
     

3.

Einführung in die Diagnostik und Behandlung myofaszialer Triggerpunkte

 

  • Vergleich westlicher (morphologischer) und akupunkturspezifischer (funktioneller) Diagnostik
     

4.

Integrierte Behandlungskonzepte

 

  • Einfache Behandlungskonzepte der Geburtshilfe sowie von Erkrankungen in der Gynäkologie, mindestens Dysmenorrhoe
  • Behandlungskonzepte bei Allergien
  • Psychosomatische Erkrankungen, funktionelle Störungen, Schmerzen bei funktionellen Störungen, psychovegetative Syndrome, Behandlung von Schlafstörungen, einfache Konzepte der Suchttherapie

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F       Praktische Akupunkturbehandlung (60 UE)

 

Sie beginnen erst nach Abschluss der 120 Stunden Kursausbildung, Sie finden unter Leitung des Weiterbildungsberechtigten in geeigneter Ausbildungsstätte für die Patientenbehandlung statt

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G       Fallseminare (20 UE)

 

Hier werden Theorie und Praxis der Akupunktur anhand eigener Fallvorstellungen besprochen. Sie werden in Kleingruppen organisiert. Die 20 UE müssen an mindestens 5 Sitzungen erfolgen.

Aktualisiert von: Reinhard Borghorst
Letzte Änderung am 22.12.2016